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Hunde richtig aufwärmen

Auch dein Hund sollte vor dem Sport aufgewärmt werden. Zwar ist der Hund als Beutegreifer grundsätzlich dafür "gebaut", innerhalb kürzester Zeit auf Jagd umzustellen, dennoch stellt das eine große Belastung für das Herz-Kreislauf-System und seinen Bewegungsapparat dar. 

Die Lebenserwartung unserer vierbeinigen Mitbewohner ist wesentlich höher, als das ihrer Vorfahren. Einer der Gründe, weshalb Hunde zunehmend häufiger unter den gleichen Verschleißerscheinungen leiden wie wir. Dem kannst du vorbeugen, indem du darauf achtest, dass Lunge, Herz, Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke auf die kommende Belastung vorbereitet werden.

Sportartspezifisches Aufwärmen

Je nachdem, welchen Sport ihr betreibt, kannst du deinen Hund passend aufwärmen. Frage dich, welche Bereiche bei eurem Training besonders belastet werden. Absolviert dein Hund viele Sprünge, leistet Zugarbeit oder ist seine Beweglichkeit und Koordination gefragt? Lege beim Aufwärmen dein Hauptaugenmerk auf die belasteten Bereiche. 

Grundprinzipien für ein gutes Warm-Up

Den Kreislauf in Schwung bringen

Zu Beginn jedes Trainings wird der gesamte Kreislauf etwas in Wallung gebracht. Das geschieht ganz simpel über lockeres Laufen an der Leine.

Besonders, wenn dein Hund nach dem Ableinen gerne sofort los sprintet, sollte er die ersten 3-5 Minuten an der Leine bleiben. Insgesamt darf das erste Lockern gerne bis zu 10 Minuten dauern. So hat dein Hund vor dem Training noch Zeit, die Umgebung zu erkunden und sich zu lösen. Achte aber darauf, dass ihr in Bewegung bleibt.

Nun kommt es darauf an, welche Sportart ihr betreibt oder wo der Schwerpunkt eurer Übungen liegt.

Ausdauertraining

Hunde richtig aufwärmen, deutscher Boxer
Photo by Elias Castillo on Unsplash

Gehst du gleich mit deinem Hund laufen, kannst du nun das Tempo erhöhen, bis ihr euer Trainingstempo erreicht habt. Ist dein Hund noch etwas ungeübt und beim gemeinsamen Laufen unaufmerksam, zieht an der Leine oder verabschiedet sich in den Wald, empfehle ich dir Longiertraining. Das Training an einem großen Zirkel eignet sich perfekt, um die Kommunikation auf Distanz zu verbessern und die Aufmerksamkeit deines Hundes zu schärfen, wenn er sich in einiger Entfernung von dir befindet.

Durch die kurze Einheit konzentriertes Arbeiten, kann sich dein Hund auch mental auf die kommende Trainingssession einstellen und wird das gemeinsame Ausdauertraining nicht mit einem einfachen Spaziergang verwechseln, bei dem er nach Herzenslust umherstreunen kann. Achtung: Zu Beginn steht immer das Aufwärmen des Herz-Kreislauf-Systems. Danach könntest du deinen Hund kurz longieren oder einige Aufgaben lösen lassen, bei denen er jedoch in Bewegung bleibt. Dann beginnt euer Training.

Auch beim Zughundesport und anderen Ausdauer-Sportarten kannst du so vorgehen, ohne aus dem Warm-Up eine Wissenschaft zu machen.

Gelenke, Sehnen, Bänder

Wird dein Hund Sprünge absolvieren oder Hindernisse bewältigen? Wähle hier am besten Übungen, die den kommenden ähneln, aber viel leichter sind. Zuvor solltest du natürlich auch wieder das Herz-Kreislauf-System vorbereitet haben. Gut geschmierte Gelenke sind die Grundvoraussetzung für ein gutes Warm-Up. Dafür ist eine erste Erwärmung und Bewegung unerlässlich. Besonders die Gelenkknorpel sind darauf angewiesen, dass sie durch sanften Druck und Zug, ähnlich eines Schwamms, mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden. 

Müssen sich Hunde dehnen?

Dir ist bestimmt schon mal aufgefallen, dass sich dein Hund streckt, bevor es zum Gassi los geht. Das macht auch Sinn und ist sozusagen das "Hallo-wach" für den Körper deines Hundes. Vermutlich werden damit auch Sehnen und Bänder der großen Gelenke kurzzeitig gedehnt. Ein längerfristiger Effekt als einige Sekunden ist dabei aber nicht zu erwarten. Aktuelle Studien zeigen, dass Dehnen vor sportlichen Belastungen keine Vorteile bringt und sogar das Verletzungsrisiko noch erhöhen kann. Ausgenommen davon sind natürlich sehr spezifische Sportarten, bei denen ein hohes Maß an Beweglichkeit nötig ist.

Lass deinen Hund vor dem Training also gerne Strecken und Schütteln, wenn er das möchte. Übrigens, im Beginner-Kurs bekommst du viele Ideen für euer Warm-Up. 

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